Digitale Speisekarte 2026: Die besten Tools & Anbieter im Vergleich

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Eine digitale Speisekarte spart im Restaurant-Alltag bares Geld: keine Nachdruck-Kosten bei jeder Preisänderung, Updates in Sekunden statt in der Druckerei und…

Eine digitale Speisekarte spart im Restaurant-Alltag bares Geld: keine Nachdruck-Kosten bei jeder Preisänderung, Updates in Sekunden statt in der Druckerei und eine saubere, gesetzeskonforme Allergen-Darstellung. Restaurants, die umgestellt haben, berichten übereinstimmend von genau diesen drei Effekten — weniger Druckkosten, einfachere Pflege, bessere Übersicht.

Dieser Artikel ist keine Sammlung von Canva-Vorlagen. Es geht nicht darum, eine hübsche Karte zu gestalten, sondern darum, welches System zu welchem Gastro-Betrieb passt — vom kostenlosen QR-Code bis zur Karte mit direkter Bestellfunktion. Stand: August 2026.

Bei Gastro Master begleiten wir über 800 Restaurants, Cafés und Lieferdienste bei der Digitalisierung. Dabei sehen wir täglich, welche digitalen Speisekarten-Lösungen im Alltag wirklich funktionieren — und welche im Service mehr Probleme machen als lösen.

Schnelle Antwort: Welche digitale Speisekarte passt zu dir?

Kurz-Empfehlung (Stand: August 2026):

  • Kleines Restaurant / Café, Budget-bewusst: Menury (kostenlos) oder MyMenu (kostenlos)
  • Restaurant mit QR-Code am Tisch: loyal-app oder eine eigene QR-Lösung
  • Restaurant mit Bestellfunktion direkt aus der Karte: resmio, Zenchef oder das Gastro Master QR-Code Tischsystem
  • Restaurant-Kette / mehrere Standorte: Zenchef oder eine Enterprise-Lösung mit zentraler Verwaltung

Für alle gilt: Die Allergenkennzeichnung nach LMIV ist auch digital Pflicht — dazu unten mehr.

Was ist eine digitale Speisekarte? (Typen im Überblick)

Eine digitale Speisekarte ist eine elektronische Version der klassischen Karte, die Gäste über einen QR-Code, eine Website oder ein Tablet aufrufen. Statt ein bedrucktes Blatt in die Hand zu nehmen, öffnen sie die Karte auf dem eigenen Smartphone.

Es gibt drei klar unterscheidbare Typen — je nachdem, wie viel dein Betrieb braucht:

Typ Wie es funktioniert Ideal für
QR-Code-Speisekarte Gast scannt QR → sieht PDF oder Website Alle Betriebe, einfachste Lösung
Interaktive digitale Speisekarte Klickbar, mit Bildern, Filtern, Allergenen Restaurants mit stabilem WLAN
Digitale Bestellkarte (Self-Ordering) Gast bestellt direkt aus der Karte Systemgastronomie, Schnellrestaurant, Lieferdienst

Wichtig zur Abgrenzung: Eine Speisekarte in Canva, Word oder InDesign zu gestalten ist etwas anderes. Das Ergebnis ist eine gedruckte Karte, die nur digital entworfen wurde. Eine echte digitale Speisekarte wird vom Gast auf einem Bildschirm gelesen und lässt sich jederzeit ohne Nachdruck ändern.

Die konkreten Vorteile einer digitalen Speisekarte

Warum steigen so viele Betriebe um? Die Vorteile sind messbar und betreffen den Alltag direkt:

  • Keine Nachdruck-Kosten. Preise, Gerichte und Aktionen änderst du selbst in Sekunden — die Druckerei-Rechnung von 50 bis 300 € pro Änderung entfällt komplett.
  • Updates in Echtzeit. Ein ausverkauftes Gericht blendest du sofort aus, statt es den ganzen Abend zu erklären. Die Karte ist immer aktuell.
  • Saubere Allergen-Darstellung. Statt einer unübersichtlichen Fußnoten-Wüste zeigen digitale Karten Allergene und Zusatzstoffe strukturiert und filterbar an — ein Vorteil bei Kontrollen und für Gäste mit Unverträglichkeiten.
  • Mehrsprachigkeit. Viele Tools schalten per Klick zwischen mehreren Sprachen um — hilfreich in touristischen Lagen und Großstädten.
  • Hygiene. Der Gast liest auf dem eigenen Gerät, niemand reicht dieselbe Karte durch zwanzig Hände.
  • Höherer Bestellwert. Gute Fotos und dezente Empfehlungen („Dazu passt …") heben den Durchschnittsbon spürbar an — besonders im Liefergeschäft.

Diese Effekte summieren sich. Gerade Betriebe mit häufig wechselnder Karte merken den Unterschied schon im ersten Monat.

Die 6 besten digitalen Speisekarten-Tools im Vergleich (August 2026)

Diese Übersicht bewertet sechs verbreitete Lösungen unabhängig — kein Affiliate, kein Sponsoring. Preise, die nicht öffentlich einsehbar sind, weisen wir ehrlich als „auf Anfrage" aus. Maßgeblich bleiben stets die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters.

Anbieter Preis/Monat QR-Code Bestellfunktion Allergene Ideal für
Menury kostenlos Budget, kleines Café
MyMenu kostenlos Kleines Restaurant
loyal-app auf Anfrage Mittleres Restaurant
Zenchef auf Anfrage Größere Restaurants
resmio auf Anfrage Restaurant mit Reservierung
Gastro Master (QR-Tischsystem) Add-on, auf Anfrage Bestellen direkt aus der Karte

Menury

Stark: dauerhaft kostenlos, in wenigen Minuten eingerichtet, QR-Code bleibt bei jeder Menü-Änderung gleich, mehrsprachige Darstellung.

Grenzen: keine direkte Bestell- oder Bezahlfunktion — reine Anzeige-Karte.

Für wen: kleine Cafés und Restaurants, die einfach nur die Papierkarte durch einen QR-Code ersetzen wollen.

Menury eignet sich besonders als risikofreier Einstieg: Wer erst testen will, ob Gäste die digitale Karte annehmen, startet hier ohne jede Vertragsbindung.

MyMenu

Stark: ebenfalls kostenlos, kein App-Zwang für Gäste, zentrale Verwaltung mehrerer Standorte, nicht verfügbare Gerichte lassen sich mit einem Klick ausblenden.

Grenzen: Anzeige-Karte ohne Bestellfunktion; Design-Optionen sind überschaubar.

Für wen: kleine Restaurants und Filialbetriebe, die zentral pflegen wollen, ohne monatliche Kosten.

Gerade für kleine Ketten ist die zentrale Pflege der entscheidende Punkt: Eine Änderung wird an einer Stelle gemacht und gilt sofort für alle angebundenen Standorte.

loyal-app

Stark: interaktive Karte mit Bildern, sauberer Allergen-Darstellung und gutem mobilem Layout.

Grenzen: Preis nur auf Anfrage; Funktionsumfang je nach Paket unterschiedlich.

Für wen: mittlere Restaurants, die eine optisch hochwertige Karte ohne eigene Bestellabwicklung wollen.

Der Fokus liegt klar auf der Darstellung: Wer Wert auf ein modernes, markiges Kartenbild legt, aber die Bestellung weiterhin über Kellner abwickelt, ist hier richtig aufgehoben.

Zenchef

Stark: Karte plus Reservierung und Bestellfunktion aus einem System, für größere Häuser und Ketten ausgelegt.

Grenzen: Preis auf Anfrage; für einen reinen QR-Karten-Bedarf überdimensioniert.

Für wen: größere Restaurants, die Reservierung, Karte und Bestellung bündeln möchten.

Der Vorteil eines gebündelten Systems: Gästedaten aus Reservierung und Bestellung laufen zusammen, was Marketing und Auslastungssteuerung erleichtert. Der Preis ist dafür entsprechend höher.

resmio

Stark: kombiniert Reservierungsverwaltung mit digitaler Karte und Bestelloption, deutschsprachiger Support.

Grenzen: Preis auf Anfrage; Schwerpunkt liegt auf der Reservierung.

Für wen: Restaurants, bei denen die Tischreservierung das Herzstück ist und die Karte mitlaufen soll.

Wer bereits mit resmio reserviert, bekommt die digitale Karte als sinnvolle Ergänzung im selben System — ein separater Anbieter für die Karte erübrigt sich dann.

Gastro Master — QR-Code Tischsystem

Stark: Gäste scannen den tischgenauen QR-Code, sehen die digitale Karte, bestellen und bezahlen direkt im Browser — ohne App, ohne Account. Die Bestellung wird automatisch dem richtigen Tisch zugeordnet.

Grenzen: als Add-on gedacht, das seine Stärke im Zusammenspiel mit Kasse und Bestellsystem ausspielt; Preis auf Anfrage.

Für wen: Restaurants und Cafés, die aus der Karte heraus tatsächlich Bestellungen und Zahlungen abwickeln wollen, statt nur anzuzeigen.

Der eigentliche Hebel liegt im Zusammenspiel: Weil Karte, Bestellung, Zahlung und Kasse aus einer Hand kommen, entfällt das manuelle Abtippen von Bestellungen — und bei Direktbestellungen fällt keine Plattform-Provision an.

Wie erstelle ich eine digitale Speisekarte? (Schritt-für-Schritt)

Eine digitale Speisekarte lässt sich in vier Schritten einrichten — in weniger als einem Tag.

  1. Tool wählen. Entscheide anhand der Vergleichstabelle oben, ob du nur anzeigen (Menury, MyMenu) oder auch bestellen lassen willst (Zenchef, resmio, Gastro Master). Die Wahl bestimmt alle weiteren Schritte.

  2. Speisekarte anlegen. Lege Kategorien an (Vorspeisen, Hauptgerichte, Getränke), trage Gerichte mit Beschreibung und Preis ein und sortiere sie so, wie der Gast lesen soll. Achte auf klare, kurze Beschreibungen. Als Faustregel: ein bis zwei Sätze pro Gericht, appetitliche Sprache statt reiner Zutatenliste, und Preise ohne Nachkommastellen-Wirrwarr. Eine gute Struktur reduziert Rückfragen im Service und beschleunigt die Bestellung.

  3. Bilder hochladen und Allergene hinterlegen. Gute Fotos steigern den Bestellwert spürbar, und die Allergenangaben sind gesetzlich Pflicht. Was genau auf der Karte stehen muss — inklusive der 14 Hauptallergene — erklärt unser Artikel zur Allergenkennzeichnung nach LMIV im Detail.

  4. QR-Code generieren und aufstellen. Erzeuge den QR-Code im Tool, drucke ihn auf Tischaufsteller oder Aufkleber und platziere ihn gut sichtbar. Der Code bleibt bei den meisten Anbietern gleich, egal wie oft du die Karte änderst. Das ist praktisch, weil du einmal gedruckte Aufsteller nicht bei jeder Menü-Änderung ersetzen musst. Teste den fertigen QR-Code vor dem Aufstellen mit zwei, drei verschiedenen Smartphones — so fällt ein Layout-Problem auf dem Gast-Gerät sofort auf.

Professionelle Fotos machen den Unterschied zwischen einer digitalen Karte, die nur informiert, und einer, die verkauft. Wie du Gerichte richtig in Szene setzt, zeigt unser Artikel Speisekarte mit Bildern erstellen.

Worauf du bei der Wahl achten solltest

Nicht jedes Tool passt zu jedem Betrieb. Diese sechs Kriterien entscheiden in der Praxis darüber, ob eine digitale Speisekarte im Alltag hilft oder nervt.

  1. Anzeigen oder bestellen? Die wichtigste Weichenstellung. Reine Anzeige-Karten (Menury, MyMenu) sind kostenlos und schnell. Sobald Gäste bestellen und zahlen sollen, brauchst du ein System mit Bestellfunktion — das kostet, bringt aber mehr Umsatz.
  2. Pflegeaufwand. Wie schnell änderst du einen Preis oder ein Gericht? Gute Tools bieten eine klare Oberfläche, in der auch eine Aushilfe die Karte pflegen kann.
  3. Allergen- und Zusatzstoff-Verwaltung. Prüfe, ob das Tool die 14 Hauptallergene sauber pro Gericht abbildet — nicht jedes tut das komfortabel.
  4. Design und Fotos. Kann die Karte Bilder, Kategorien und Empfehlungen ansprechend zeigen? Ein lieblos wirkendes Layout kostet Bestellwert.
  5. Mehrsprachigkeit und Standorte. Für touristische Lagen und Filialbetriebe entscheidend — läuft alles zentral oder pro Standort separat?
  6. Anbindung an Kasse und Bestellsystem. Wenn die Karte bestellen kann, sollten diese Bestellungen direkt in der Kasse landen, statt von Hand abgetippt zu werden.

Wer diese sechs Punkte vor der Auswahl durchgeht, vermeidet den häufigsten Fehler: ein Tool zu wählen, das für den eigenen Betriebstyp zu wenig — oder deutlich zu viel — kann.

Was kostet eine digitale Speisekarte?

Eine digitale Speisekarte kostet zwischen 0 € und rund 100 € pro Monat — je nachdem, ob du nur anzeigen oder auch bestellen lassen willst.

Lösung Einmalig Monatlich Hinweis
Einfache QR-Code-Lösung (PDF-Link) 0 € 0 € Kein Design, kein Update-Service
Kostenlose Tools (Menury, MyMenu) 0 € 0 € Anzeige-Karte, eingeschränkte Funktionen
Professionelle Lösung (Zenchef, resmio) 0–200 € 29–99 € Bestellfunktion, Reservierung
Enterprise / Kette auf Anfrage auf Anfrage Multi-Standort, API

Zum Vergleich: Der Nachdruck einer klassischen Papier-Speisekarte kostet pro Änderung 50–300 € in der Druckerei. Eine digitale Speisekarte amortisiert sich bei Betrieben mit saisonalen oder häufig wechselnden Menüs meist schon nach drei bis sechs Monaten — die kostenlosen Tools sofort.

Ein Rechenbeispiel: Ein Restaurant, das seine Karte vier Mal im Jahr saisonal anpasst, zahlt bei gedruckten Karten schnell 400 bis 1.000 € jährlich allein für Nachdruck und Gestaltung. Eine professionelle digitale Lösung für 49 € im Monat liegt bei rund 590 € im Jahr — bietet dafür aber Bestellfunktion, Echtzeit-Updates und Allergen-Verwaltung. Für Betriebe, die ohnehin oft ändern, ist die Rechnung eindeutig; wer seine Karte nur einmal im Jahr anfasst, fährt mit einem kostenlosen Anzeige-Tool am günstigsten.

Digitale Speisekarte und Preisgestaltung — was zusammenhängt

Wer seine Speisekarte digitalisiert, sollte gleichzeitig die Preiskalkulation überprüfen — denn digitale Karten machen häufigere Updates überhaupt erst praktikabel.

Bei einer gedruckten Karte kostet jede Preisänderung Zeit und Geld, deshalb bleiben Preise oft zu lange stehen, obwohl der Wareneinsatz längst gestiegen ist. Digital änderst du einen Preis in Sekunden. Das eröffnet Möglichkeiten, die vorher zu aufwendig waren: eine wechselnde Tageskarte, saisonale Preise für Spargel- oder Wildgerichte, oder das kurzfristige Ausblenden eines Gerichts, dessen Zutat gerade teuer ist.

Genau hier liegt aber auch eine Gefahr: Wer Preise leicht ändern kann, ändert sie manchmal ohne saubere Kalkulation. Die digitale Karte ist nur so gut wie die Rechnung dahinter. Deshalb lohnt es sich, vor der Digitalisierung einmal den Wareneinsatz je Gericht sauber zu erfassen und einen Ziel-Rohertrag festzulegen. Danach lassen sich Preise digital zwar schnell anpassen — aber immer auf einer belastbaren Grundlage statt aus dem Bauch heraus. Wie du Speisekartenpreise richtig kalkulierst und den Food Cost im Blick behältst, erklärt unser Artikel zur Speisekarte kalkulieren und Food Cost.

Digitale Speisekarte für Lieferservice — der Sonderfall

Restaurants mit Lieferservice haben andere Anforderungen an die digitale Speisekarte als reine Vor-Ort-Betriebe.

Beim Liefergeschäft entscheidet die Karte direkt über den Bestellwert. Der Gast sieht keinen Kellner, kann nichts nachfragen — die Karte muss allein verkaufen. Deshalb sind hier vier Dinge wichtiger als vor Ort: aussagekräftige Fotos zu jedem Gericht, ein klar sichtbarer Mindestbestellwert, korrekt hinterlegte Lieferzonen und die gut lesbare Allergen- und Zusatzstoffkennzeichnung. Fehlt eines davon, brechen Gäste die Bestellung ab oder es kommt zu Reklamationen. Ein Praxis-Tipp: Ordne die Kategorien im Liefergeschäft nach Marge und Beliebtheit, nicht nach klassischer Speisekarten-Logik — die ersten Bildschirme entscheiden über den Bestellwert.

Anders als die Karte am Tisch muss die Liefer-Karte außerdem rund um die Uhr aktuell sein: Ist die Küche geschlossen oder ein Gericht ausverkauft, sollte das sofort sichtbar werden. Alles zur QR-Speisekarte speziell für Lieferdienste — inklusive Mindestbestellwert und Lieferzonen — findest du im Artikel QR-Speisekarte für den Lieferservice.

Digitale Speisekarte vs. Papier-Speisekarte — ein ehrlicher Vergleich

Lohnt sich die Umstellung? Die ehrliche Antwort hängt vom Betriebstyp ab.

Digitale Speisekarte Papier-Speisekarte
Aktualisierung Sofort, kostenlos Neu drucken = Kosten
Hygiene Kein Anfassen nötig (QR) Reinigung nötig
Erstkosten 0–200 € 50–500 € Druck
Ältere Gäste ⚠️ Gewöhnung nötig ✅ Vertraut
Bestellfunktion ✅ Möglich ❌ Nicht möglich
Offline-Verfügbarkeit ❌ WLAN/Mobilfunk nötig ✅ Immer verfügbar

Die digitale Karte gewinnt bei Kosten, Flexibilität und Hygiene — die Papierkarte bei Verfügbarkeit und Vertrautheit. Für die meisten Restaurants, Cafés und Lieferdienste überwiegen die digitalen Vorteile klar. Aber nicht für jeden: Ein Fine-Dining-Restaurant mit einem bestimmten Gäste-Segment und einem durchdachten Tisch-Erlebnis braucht auch 2026 vielleicht noch die hochwertige, physische Karte in der Hand. Am pragmatischsten ist oft die Kombination — digitale Karte als Standard, eine Handvoll gedruckter Karten für Gäste, die es so bevorzugen. So bedienst du beide Gruppen, ohne bei jeder Änderung den gesamten Kartenbestand neu drucken zu müssen. In der Praxis reichen wenige gedruckte Exemplare pro Betrieb völlig aus.

Pflicht-Check: Was auf jede Speisekarte (digital oder physisch) muss

Ob digital oder gedruckt — bestimmte Angaben sind auf jeder Speisekarte gesetzlich vorgeschrieben.

  • Allergene und Zusatzstoffe nach der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV, EU-VO 1169/2011): alle 14 Hauptallergene müssen gekennzeichnet sein.
  • Endpreise inklusive Mehrwertsteuer nach der Preisangabenverordnung — der Gast muss sehen, was er tatsächlich zahlt.
  • Füllmengen bei Getränken (z. B. 0,3 l / 0,5 l) und Grundpreisangaben, wo vorgeschrieben.
  • Zusatzstoff-Kennzeichnung (z. B. mit Konservierungsstoffen, mit Farbstoff) per Fußnote oder Legende.

Diese Pflichten gelten für die digitale Karte genauso wie für die gedruckte — ein QR-Code entbindet nicht von der Kennzeichnung. Ein Vorteil der digitalen Variante: Allergene lassen sich pro Gericht hinterlegen und für Gäste filterbar machen, statt sie in eine unübersichtliche Fußnotenzeile zu quetschen. Das erhöht die Rechtssicherheit und ist für Gäste mit Unverträglichkeiten spürbar angenehmer. Die vollständige Checkliste zur gesetzlichen Allergenkennzeichnung auf Speisekarten gibt es in unserem LMIV-Artikel: Allergenkennzeichnung Speisekarte LMIV.

Die 5 häufigsten Fehler bei der digitalen Speisekarte

Aus der Arbeit mit über 800 Betrieben sehen wir bei der Umstellung immer wieder dieselben Stolperfallen.

  1. QR-Code schlecht platziert. Klebt der Code unter dem Tisch oder auf einem zerknitterten Aufsteller, scannt ihn niemand. Er gehört gut sichtbar auf jeden Tisch, am besten mit kurzem Hinweis („Karte scannen & bestellen").
  2. Keine Fotos hinterlegt. Eine reine Textkarte verschenkt Umsatz. Gerade digital verkaufen gute Bilder — ohne sie wirkt die Karte wie eine Preisliste.
  3. Allergene vergessen oder unvollständig. Die LMIV gilt digital genauso. Fehlende Angaben sind nicht nur ein rechtliches Risiko, sondern verunsichern Gäste mit Unverträglichkeiten.
  4. Karte nicht gepflegt. Eine digitale Karte lebt von Aktualität. Wer ausverkaufte Gerichte oder alte Preise stehen lässt, erzeugt Frust an der Kasse.
  5. Nur digital, keine Alternative. Fällt das WLAN aus oder hat ein Gast kein Smartphone, braucht es einen Plan B — ein paar gedruckte Karten in Reserve lösen das Problem.

Wer diese fünf Punkte vermeidet, holt aus der digitalen Speisekarte heraus, was sie kann.

Unser Fazit — Welche digitale Speisekarte für welchen Betrieb?

Die beste digitale Speisekarte ist die, die zu deinem Betrieb und deinem Vertriebsweg passt — nicht die teuerste und nicht die mit den meisten Funktionen.

Unsere Empfehlung aus der Praxis: Starte klein und ehrlich. Wenn du nur die Papierkarte ersetzen willst, nimm ein kostenloses Anzeige-Tool und beobachte, wie deine Gäste reagieren. Merkst du, dass viele über den QR-Code bestellen würden, wenn sie könnten, ist der Umstieg auf ein System mit Bestellfunktion der nächste logische Schritt. So investierst du erst, wenn der Bedarf belegt ist — statt von Anfang an für Funktionen zu zahlen, die niemand nutzt.

Wenn du... Dann empfehlen wir
...wenig Budget hast und schnell starten willst Menury oder MyMenu (kostenlos)
...eine interaktive Karte mit guten Fotos willst loyal-app
...eine Bestellfunktion direkt aus der Karte brauchst Zenchef, resmio oder das Gastro Master QR-Code Tischsystem
...einen Lieferservice betreibst → siehe Spezialartikel QR-Speisekarte Lieferservice

Wer aus der Karte heraus nicht nur anzeigen, sondern auch bestellen und kassieren möchte, braucht mehr als eine reine Anzeige-Karte. Das Gastro Master QR-Code Tischsystem verbindet die digitale Speisekarte mit Bestellung und Bezahlung direkt am Tisch — der Gast scannt, wählt, zahlt, ohne dass der Kellner Wege macht. Mehr erfahren zum QR-Code Tischsystem. So wird aus der digitalen Speisekarte nicht nur ein hübsches Anzeige-Medium, sondern ein echter Vertriebskanal, der Personal entlastet und den Bestellwert erhöht.

Häufige Fragen zur digitalen Speisekarte

Was ist eine digitale Speisekarte?

Eine digitale Speisekarte ist eine elektronische Version der klassischen Speisekarte — zugänglich über einen QR-Code, eine Website oder ein Tablet. Gäste rufen sie auf ihrem Smartphone auf, ohne eine physische Karte zu berühren. Manche Systeme erlauben auch die direkte Bestellung und Bezahlung aus der Karte heraus. Der Unterschied zur klassischen Karte liegt also nicht nur im Medium, sondern im Funktionsumfang: von der reinen Anzeige bis zur vollständigen Selbstbedienung inklusive Zahlung ist alles möglich.

Wie erstelle ich eine kostenlose digitale Speisekarte?

Kostenlose digitale Speisekarten lassen sich mit Tools wie Menury oder MyMenu in wenigen Minuten erstellen: Konto anlegen, Gerichte und Preise eingeben, QR-Code generieren, ausdrucken und im Restaurant aufstellen. Für einfache Karten ohne Bestellfunktion fallen keine monatlichen Kosten an. Wichtig ist nur, dass die Karte gepflegt bleibt — ein einmal erstellter, dann vergessener QR-Code mit veralteten Preisen schadet mehr, als er nützt.

Was kostet eine digitale Speisekarte für ein Restaurant?

Einfache QR-Code-Lösungen sind kostenlos (Menury, MyMenu). Professionelle Systeme mit Bestellfunktion, Multi-Standort und Reservierungsanbindung kosten 29–99 € pro Monat. Zum Vergleich: Eine gedruckte Papier-Speisekarte kostet bei jedem Update 50–300 € in der Druckerei — digitale Lösungen amortisieren sich bei häufigen Änderungen schnell.

Sind Allergene auf der digitalen Speisekarte Pflicht?

Ja. Die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV, EU-VO 1169/2011) gilt auch für digitale Speisekarten. Alle 14 Hauptallergene müssen klar gekennzeichnet sein — egal ob gedruckt oder digital. Fehlende Angaben können zu Abmahnungen oder Bußgeldern führen.

Brauche ich WLAN für eine digitale Speisekarte?

Für QR-Code-Speisekarten ja — der Gast ruft die Karte über sein Mobilfunknetz oder das Restaurant-WLAN auf. Für Tablet-basierte Systeme am Tisch ist stabiles WLAN Pflicht. Die einfachste Offline-Alternative ist ein QR-Code, der auf eine PDF-Datei verlinkt, die der Gast auf seinem Gerät speichern kann. Für Betriebe an Standorten mit schwachem Mobilfunk empfiehlt sich außerdem ein stabiles Gäste-WLAN mit klar sichtbarem Zugangshinweis direkt neben dem QR-Code.


Stand des Artikels: August 2026. Preisangaben zu Drittanbietern ohne Gewähr — maßgeblich sind die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters.